Schlagwörter

, , , , , ,

Bei uns im Studienseminar haben wir eine kleine Bibliothek, aus der wir uns Bücher ausleihen können. – Für vier Wochen. Und dann kann man diese Frist sogar noch verlängern. Eine wunderbare Einrichtung, die uns Referendaren viel Geld und Zeit spart, denn Bücher, die so essentiell nicht sind, brauchen wir nicht im Buchhandel erstehen. Unser Ausleihsystem ist sogar so gut, dass derjenige, der ein Buch wirklich dringend braucht, sich mit demjenigen, der es gerade ausgeliehen hat und vielleicht nicht (mehr) ganz so dringend braucht, in Verbindung setzen kann. Wichtige Bücher sind auch in ausreichender Stückzahl vorhanden, sodass man an sich nicht in Panik verfallen muss. (Und mal ganz ehrlich: Wenn man ein Buch immer und immer wieder benötigt, sollte man sich fragen, ob es nicht eventuell praktischer wäre, sich dieses anzuschaffen.) Niemand anders als Referendare, Ausbilder und andere Mitarbeiter des Studienseminars haben Zugang zu dieser Bibliothek. So weit, so gut. Wenn aber die Bücher geklaut werden, die Bibliothek deswegen in der Vergangenheit bereits Ausleihverbote für alle ausgesprochen hat, dann frage ich mich: Wer macht so etwas? Und wie um alles in der Welt kommen angehende Lehrer auf die Idee so etwas zu tun? Was muss in den Köpfen solcher Menschen vorgehen? Was soll so etwas? Ich kann meinem Entsetzen, meiner Abscheu und meiner Wut darüber gar nicht so viel Ausdruck verleihen, wie ich gerne möchte.

Advertisements