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Das letzte Mal, als ich Klausur Klassenarbeit gesagt habe, liegt zig Jahre zurück. In der Mittelstufe war das noch…. Seitdem heißt es nur noch „Klausur“ und so rutscht mir das selbstverständlich immer wieder vor meinen SchülerInnen heraus. Wenn sie dann irritiert gucken, rudere ich zurück und schmeiße das Wort ‚Klassenarbeit‘ in den Raum – das hört sich wohl nicht so gefährlich an….

Wie auch immer, meine erste Politikarbeit ist geschrieben. Niemand hat auch nur den Versuch unternommen zu spicken oder abzugucken (sie wirkten ein wenig geschockt, als ich ihnen sagte, dass ich die Arbeit unverzüglich entziehe und mit sechs bewerte, sollte jemand auch nur im Ansatz versuchen zu spicken, abzuschreiben oder mit dem Nachbarn zu reden). Allerdings muss ich dazu vermerken, dass die Klasse wirklich absolut pflegeleicht ist, immer lieb, immer bestrebt alles richtig zu machen (und sich dabei manchmal selbst im Weg steht – aber das ist noch eine andere Geschichte) und so gut wie immer aufmerksam. (Ja, ich weiß, man mag es nicht glauben…).

Nun liegen die Arbeiten auf meinem Schreibtisch und warten auf die Korrektur. Eigentlich hätte ich gestern damit begonnen, doch da eine familientechnische Erweiterung anstand (ich darf nun den Titel ‚Schwägerin von…‘ tragen) und heute ‚profane‘ Unterrichtsvorbereitungen auf dem Plan standen, müssen sie noch ein wenig warten. Ich konnte es mir aber natürlich nicht verkneifen gleich in meinen Freistunden nach der Arbeit kurz in selbige hineinzusehen. Und gleich bei den ersten beiden kamen leise Zweifel auf, denn meine zweite Aufgabe wurde nicht verstanden. Normalerweise hätte ich wohl riesige Schuldgefühle gehabt. Da ich die Arbeit aber sowohl von meinem Ausbilder am Studienseminar, als auch von meiner Fachobfrau absegnen lassen hatte, ließ ich die Panik gar nicht erst an die Tür klopfen. Und siehe da: Es gab auch SchülerInnen, die die Aufgabe genau richtig bearbeitet hatten. Und zudem: eine ähnliche Aufgabe hatten wir bereits im Unterricht besprochen.

Jetzt bin ich sehr gespannt, was die Korrekturen in der kommenden Woche zutage fördern werden…

Meine zweite Deutscharbeit ist ebenfalls konzipiert und kam mit positiver Rückmeldung von meiner Ausbilderin am Seminar zurück. Es ist erstaunlich, wieviel so wenige positive Worte doch bewirken können.

Und so kann ich mich nun auf meinen Unterrichtsbesuch am Mittwoch vorbereiten.

Einen angenehmen Start in die Woche an alle 🙂

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