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Wie man sich ganz wunderbar selbst ins eigene Knie schießen kann, habe ich bei einem meiner letzten Unterrichtsbesuche feststellen dürfen.

Stunde um Stunde habe ich in diesen Besuch gesteckt. Lange habe ich mir den Kopf darüber zerbrochen, was ich machen könnte. Viel, viel länger als sonst. Irgendwann kam ich dann zu einer – meiner Ansicht nach – ganz passablen Stunde und habe mich sehr darauf gefreut, sie zu halten und zu zeigen.

Es lief alles ganz gut: Die SchülerInnen machten sehr diszipliniert mit, kamen auf die Frage, die ich in der Stunde behandeln wollte (bei mir nicht immer so selbstverständlich) und haben sehr engagiert in ihren Gruppen gearbeitet. Ich habe mich entspannt zurückgenommen, weil ich dachte: „Läuft.“ Zwischendurch bin ich rumgegangen, war für die SchülerInnen ansprechbar. Alles gut soweit also.

Die Gruppenarbeit, die ich durchgeführt habe durchführen wollte, war ein Gruppenpuzzle (zunächst werden in Einzelarbeit verschiedene Texte erarbeitet, in einem zweiten Schritt wird dann in Gruppen mit jeweils gleichen Texten das Ergebnis verglichen, Fragen geklärt usw. und im dritten Schritt setzen sich die Gruppen aus SchülerInnen mit unterschiedlichen Texten zusammen und es wird gemeinsam eine Aufgabe erarbeitet). Phase 2 ist bei mir aufgrund des einfachen Textes entfallen und so hätten die SchülerInnen nach der Einzelarbeit bereits an der finalen Aufgabe in den gemischten Gruppen arbeiten müssen… Ungefähr nach der Hälfte der Gruppenarbeitszeit habe ich dann meinen Fehler entdeckt: Die Einteilung hatte ich so vorgenommen, dass die SchülerInnen doch in textgleichen Gruppen gearbeitet haben. Ein klarer Fall von: Falsch gedacht.

An dem Punkt konnte die Stunde hinten und vorne nicht mehr funktionieren. Noch nicht mal die Sicherung konnten wir anständig durchführen (denn hier mussten ja nun alle Gruppen ihre Ergebnisse präsentieren und nicht – wie ursprünglich angedacht – nur eine).

Hinterher habe ich nur noch gelacht. Es ist ja auch zu ironisch: drei Tage mit Vorbereitungen verbracht und dann scheitert’s an so einem kleinen Denkfehler. Manchmal muss man das alles viel mehr mit Humor nehmen…

In diesem Sinne wünsche ich allen ein wunderbares Herbstwochenende 🙂

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