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In der letzten Woche ist es mal wieder mehr als deutlich geworden: Ohne Vertiefung ist man verloren.

Eine Unterrichtsstunde folgt ja einem bestimmten Aufbau. Die Phasen können dabei ganz unterschiedlich benannt werden, der grobe Aufbau ändert sich aber nicht: Einstieg, Erarbeitung, Sicherung, Vertiefung. Genannt wird das auch: Phasierung. Die Phasierung muss auf jeden Fall in der Unterrichtsstunde zu erkennen sein. Der Einstieg soll die SchülerInnen motivieren und hier sollen sie die Frage stellen, die in der Stunde erarbeitet werden soll (auch eine Hypothese ist möglich). Vom Einstieg wird also ziemlich viel verlangt – vor allem in der Planung. Das ist aber nochmal einen anderen Eintrag wert. In der Erarbeitung sind die SchülerInnen dann auf sich gestellt und die Lehrkraft fungiert lediglich als Berater. Genauso in der Sicherung, in der die Ergebnisse der Erarbeitung irgendwie schriftlich festgehalten werden müssen. Und dann folgt die Vertiefung. Das zuvor Erarbeitete muss vertieft betrachtet werden. Dabei muss zwingend mit den Schüler!!Ergebnissen aus der Sicherungsphase gearbeitet werden und die SchülerInnen werden hier noch einmal zur Auseinandersetzung und zum Denken angeregt. Ohne die Vertiefung ist der Unterricht so gut wie keinen Pfifferling wert. Kommt man beispielsweise im Prüfungsunterricht nicht mehr in die Vertiefung, kann man sich eine gute Note getrost in die Haare schmieren (obwohl es immer noch möglich ist, zu bestehen).

Fazit:

  1. Der Unterricht wird von hinten, aus der Vertiefung heraus geplant. Nicht über den Einstieg!! Dann klappt’s wahrscheinlich auch mit der Stunde.
  2. Genug Zeit für die Vertiefung einplanen, damit sie nicht in der einen verbleibenden Minute einfach verpufft (der gesunde Menschenverstand sagt einem schon, dass eine Vertiefung in einer Minute nicht funktionieren kann).
  3. Am besten hängt man sich das über den Schreibtisch, damit man es nicht vergisst. (Immer wieder schön: „Oh! Wie toll! Das nehme ich als Einstieg.“ – Passiert mir so oft…)
  4. Beim Unterrichten kommt es noch auf so viele weitere Aspekte an, aber – und hier bediene ich mich eines Ausspruchs meiner Fachleiterin – „Der ganze Unterricht wird nur für die Vertiefung geplant.“

In diesem Sinne: Immer schön von hinten her denken 😉

 

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