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Ein Stapel Klausuren liegt auf dem Schreibtisch. Schon der Aufgabenzettel scheint zu zeigen, dass einige mehr, andere weniger intensiv gearbeitet haben (was immer wieder ein Trugschluss sein kann!).
Die erste Durchsicht dient der Rechtschreib-, Zeichensetzungs- und Grammatikkorrektur (teilweise wirklich erschreckend, wenn man bedenkt, dass meine SchülerInnen in weniger als einem halben Jahr ins Abitur gehen werden… ein Beispiel: ‚der Wachstum‘ – und das mehrfach und nicht von SchülerInnen mit Migrationshintergrund…) – und mir natürlich auch, um mir einen ersten Eindruck zu verschaffen, zu sehen, wo vielleicht Probleme lagen, um den Erwartungshorizont ggf. anzupassen usw. Geht also. Es geht aber gar nicht, dass SchülerInnen anscheinend darauf konditioniert sind, bestimmte Muster abzuarbeiten. In über der Hälfte der Klausuren musste ich bemängeln, dass die Aufgabenstellung nicht befolgt wurde. Dabei war es gar nicht so schwer. Man musste nur lesen – und das noch nichtmal sehr genau: ‚Gib die im Text genannten Fakten zu folgenden Punkten wieder: x, y, z.‘ Daraus wurde bei den meisten: ‚Gib den Text wieder.‘
Umso erfreulicher, wenn sich dann doch einige die Mühe gemacht haben, die Aufgabenstellung zu beachten. Und das meine ich ernst: Ich habe mich jedes Mal gefreut, als hätte ich ein wunderbares Geschenk zu Weihnachten bekommen…

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