Schlagwörter

, , , , ,

Langsam wird es immer ernster. Das merkt man daran, dass in letzter Zeit immer wieder die Worte Prüfung, PU, Themen absprechen usw. fallen. Und jedes Mal, wenn eines dieser Worte erwähnt wird, werde ich spontan kreidebleich im Gesicht und möchte mich am liebsten übergeben. In zwei Wochen sind Osterferien und es gibt kein Zurück mehr. Danach wird gnadenlos der Prüfungsplan durchgezogen. Dabei könnte ich gut und gerne noch etwas Zeit gebrauchen… Aber das ist wahrscheinlich immer so. (Wobei gegen Ende des Studiums – obwohl ich es sehr geliebt habe – eher das Gefühl überwog, dass es jetzt auch genug ist und ich endlich in die Praxis will…)
Gegen den Verdacht der Mauschelei hinsichtlich unserer Noten können sich jetzt zum Ende hin nur noch wenige verwehren. Mittlerweile hoffe ich inständig, dass ich irgendwie durch die Prüfung komme und glaube, dass mir das vielleicht nicht gut, aber dennoch gelingen wird. Was mir darüber hinaus Kopfzerbrechen bereitet ist die Zeit nach den Sommerferien, denn inoffiziell sieht es mit Stellen für meine Fächerkombination eher mau aus. Notfallpläne sind geschmiedet. Dennoch möchte ich heute mal kurz auf die Situation von Referendaren aufmerksam machen, die vielleicht nicht allen bewusst ist:
Die meisten von uns hier in Niedersachsen wurden im Beamtenverhältnis eingestellt. Schön und gut mag man denken. An und für sich ist es das aber eher nicht. Klar, ich darf mich privat krankenversichern und die vermeintlichen Vorteile dieses Status genießen (ich habe noch keine Arztpraxis erlebt, in der ich bevorzugt behandelt wurde – weder hinsichtlich der Terminvergabe noch hinsichtlich irgendetwas anderem. Und das ist auch gut so!), ich habe mehr Netto vom Brutto, weil ich keine Sozialversicherungsbeträge zahlen muss. Und genau hier haben wir den Kasus Knaxus. Referendare in Niedersachsen sind nämlich nicht auf Lebenszeit verbeamtet, sondern auf Widerruf. Daraus folgt, dass wir keine Stellengarantie haben und noch nicht einmal die Zusicherung, dass wir den von uns gewünschten Beruf überhaupt ausüben dürfen. Selbst wenn wir unsere Prüfung bestehen, heißt das noch lange nicht, dass wir nach den Sommerferien eine Stelle bekommen. Gesetzt den Fall, wir bleiben stellenlos, werden wir – zack! – zu Hartz-IV-Empfängern. Wenn überhaupt… Schöne Aussichten…

Advertisements