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Da es in meinem letzten Beitrag anscheinend zu Missverständnissen gekommen ist, möchte ich noch einmal ganz klar sagen: Ich bin gegen die Verbeamtung von ReferendarInnen und dafür, dass sie auf Angestelltenbasis ihr Referendariat antreten. Eben aus den genannten Gründen.

In diesem Artikel würde ich gerne näher auf die Krankenversicherung eingehen: Wie ist das denn nun alles mit der privaten Krankenversicherung? Einmal drin und immer dort gefangen, komme was wolle?
Zunächst einmal ein Statement einer Mitarbeiterin aus der Bewilligungsstelle in einem Job-Center in Hannover: „Es gibt Menschen, die werden allein aufgrund der privaten Krankenversicherung bedürftig.“
Das Sozialgesetzbuch regelt die Versicherungsbedingungen. Unter anderem hat der Gesetzgeber festgelegt, dass zwei unterschiedliche Arten der Krankenversicherung möglich sind: gesetzliche und private Krankenversicherung. Die gesetzliche Krankenversicherung ist eine Pflichtversicherung für u.a. Angestellte, Auszubildende, Landwirte.
Versicherungsfrei sind z.B. Beamte.
(Wobei hier angemerkt werden muss, dass versicherungsfrei nicht bedeutet, dass man sich nicht versichern muss, sondern lediglich, dass man nicht in einer gesetzlichen Krankenversicherung versichert sein muss. Seit dem 01.01.2009 besteht eine Krankenversicherungspflicht für alle.)
Ein Wechsel von der privaten in die gesetzliche Krankenversicherung ist natürlich möglich. Am einfachsten: Man nimmt eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung auf. Damit ist man sofort wieder zu jeglichen Sozialabgaben verpflichtet und somit auch gesetzlich krankenversichert. Zusätzlich darf man aber nicht über 55 Jahre alt sein. Eventuell kann man auch über die Familienversicherung versichert werden.
Findet sich jedoch keine Stelle im Schuldienst, keine selbstständige Tätigkeit und auch kein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis, ist man gezwungen, weiter in der privaten Krankenversicherung zu bleiben. Allerdings ist es möglich, sich im günstigeren Basistarif zu versichern. Dieser bietet die Leistungen, die auch in der gesetzlichen Krankenverscherung angeboten werden.
Kommt man in die Lage, zum Hartz-IV-Bezieher zu werden, bleibt die private Krankenversicherungspflicht ebenfalls bestehen. Allerdings werden – und hier muss ich mich korrigieren – die Kosten des Basistarifs übernommen. Das gilt seit 2011.
In diesem Sinne hoffe ich, dass dieser Artikel ein wenig Licht ins Dunkel bringt.

Anmerkung: Ich bin keine Juristin. Die Informationen habe ich nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert. Sollte dieser Artikel Fehler enthalten, werde ich diese korrigieren. Um das tun zu können, bin ich für jeglichen Hinweis dankbar.

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