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Es gibt sie. SchülerInnen wie Horst. Horst fällt genau in die Kategorie SchülerInnen, vor denen angehende LehrerInnen von allen gewarnt werden. Horst ist unmotiviert. – Frage nicht nach Sonnenschein! Horst macht noch nichtmal das Nötigste, so überaus uneifrig ist er bei der Sache. Dabei hält er natürlich sehr, sehr viel von sich selbst. Ja, Horst würde sich wahrscheinlich als den Oberchecker schlechthin bezeichnen. Mit Durchblick. Mit Eloquenz. Mit einem ich-bin-besser-als-alle-anderen. Mit einem ich-kann-mir-einfach-alles-erlauben. Mit einem gepflegten F***o**. Horst macht es sich gerne gemütlich und irgendein Material an ihn auszuteilen ist so viel wert, wie das Geld zum Drucken gleich ganz tief in der Erde zu vergraben. Horst scheut auch nicht davor zurück so richtig A****l*** zu spielen. Das macht er sehr gerne. Das gibt er sogar zu.
Als LehrerIn freut man sich ganz doll auf Horst. Die Unterrichtsstunden werden so herrlich unentspannt. So richtig schön ungemütlich…
Aber mal ganz ehrlich: Ein Horst macht doch noch lange keinen Herbst. Schließlich gehören ja auch die anderen 20-30 SchülerInnen zur Lerngruppe. Und so lange da alles läuft, bleibt nur: abwarten (und sich das ganze Schauspiel genüsslich betrachten). Denn Horst wird sich irgendwann ganz von allein zum Horst machen. Spätestens in der nächsten Klausur. – Nachtigall, ick hör dir trapsen…

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