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Zuhören, das merkte ich gestern schon an, ist nicht die Stärke meiner SchülerInnen. Vor allem nicht die meiner fünften Klasse. Kurz vor den Ferien zeigte sich das besonders deutlich: Alle waren in Ferienstimmung, die letzte Klassenarbeit war geschrieben – eigentlich waren doch schon Ferien und der Ferienbeginn von den SchülerInnen kurzerhand um eine Woche vorgezogen – so ganz mental. Was Frau Ella da vorne bloß noch tat?

Frau Ella hat die Klassenarbeit vorbereitet. Ganz praktisch. Üben, wiederholen. Nur interessierte das niemanden. Wie ich zu Beginn der Stunde angekündigt hatte, erklärte ich ihnen am Ende, was genau sie für die Arbeit lernen sollten. Im Ernst: Ich habe noch nie so detailliert auf die Klassenarbeit verwiesen, wie ich es an diesem Tag, in dieser Klasse tat. Aber: Niemand hörte zu. – Bis auf eine Handvoll SchülerInnen.

Das Ergebnis der Klassenarbeit sprach Bände und meine SchülerInnen haben es heute ganz plastisch vor Augen geführt bekommen. Ich habe ihnen den Zusammenhang zwischen dem Mitarbeiten im Unterricht und den unmittelbaren Folgen verdeutlicht. Für den Moment hatten sie es verstanden und waren einigermaßen enttäuscht. Ob es eine langanhaltende Wirkung hat? Ich werde es nie erfahren, aber ich hoffe es…

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