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Kunstunterricht. Ich liebe Kunstunterricht. Den SchülerInnen scheint es auch zu gefallen und so haben wir meistens eine mehr als entspannte Zeit. (Es sei denn, das Waschbecken ist verstopft…)
Neulich habe ich ein neues Projekt gestartet. Ohne den SchülerInnen zu verraten, um was es geht, hatten sie den Auftrag, eines von drei Blättern komplett schwarz zu bemalen. Alle malten vor sich hin, es ergab sich das ein oder andere Gespräch, zwischendurch musste die Waschbeckenschlange beaufsichtigt werden oder es gab anderes zu koordinieren. Jedenfalls waren alle überwiegend engagiert bei der Sache.
Nachdem sich etwa gegen das letzte Drittel der Unterrichtsstunde nun tatsächlich ein Stau am Waschbecken gebildet hatte, der mein Eingreifen erforderte und ich mehr als beschäftigt an dieser Station war, sprach mich plötzlich ein Schüler an:
Schüler: „Frau Ella, darf ich auf die Toilette, mich waschen gehen?“
Ich, noch halb mit dem Rücken zum Schüler: „Wieso willst du dich denn waschen gehen?“
Als ich mich umdrehe, sehe ich das Ausmaß seines „Engagements“: Sein Blatt ist weiß. Sein Gesicht dafür komplett schwarz…

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