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… noch anderthalb Wochen bis zu den „ersehnten“ Ferien. (Richtig gerechnet natürlich noch ein bisschen mehr…)
Ich freue mich schon riesig auf die freie Zeit, obwohl ich in den sechs Wochen keinen einzigen Cent verdienen werde. Natürlich läuft mein Vertrag an der Grundschule aus und mein Sprachkurs geht ebenfalls in die Sommerpause…
Mein Abschied von der Schule – und auch von meinem Sprachkurs – werden mir dieses Mal wirklich schwer fallen, besonders eine Klasse habe ich ins Herz geschlossen.
Nichtsdestotrotz habe ich mich entschieden, dem allgemeinen Schulsystem an sich ab September den Rücken zu kehren. Ich werde einfach nicht mehr zur Verfügung stehen. Weder als Vertretungskraft noch als sonst irgendwie geartete Lehrerin an allgemeinbildenden Schulen. Das war’s erstmal für mich. – Dachte ich nach dem Referendariat noch, es könnte nur besser werden, es würde endlich aufwärts gehen, hat mich die Realität eines Besseren belehrt. Ich möchte an dieser Stelle nicht ausschließen, dass es nicht auch richtig positive Beispiele gibt, ich für mich kann aber aus den Bewerbungsprozessen nur Negatives berichten. Teilweise habe ich es bereits gebloggt, anderes verschweige ich. Was für mich jedoch mehr als deutlich wurde, sind Respektlosigkeit, Machtgehabe und Arroganz ohne Gleichen. Nennt mich zart besaitet – aber ich habe es an anderen Stellen anders kennengelernt. – Und wenn ich es mir aussuchen kann, dann bevorzuge ich die Arbeitgeber, die mich mit Respekt behandeln und die mir schon im Bewerbungsgespräch ebendiesen entgegenbringen. Arbeitgeber die mich tatsächlich brauchen und nicht solche, die mich als Alibigespräch mehrere hundert Kilometer fahren lassen, um sich dann über mich lustig zu machen.
Die Entscheidung habe ich natürlich nicht leichtfertig getroffen. Es wird nicht immer einfach sein, ich falle aus dem „sicheren“ Netz der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung und muss mich fortan um alles selbst kümmern, da ich nur noch freiberuflich tätig sein werde. Aber mal ganz ehrlich: Den Mehraufwand nehme ich gerne in Kauf.
Ich freue mich auf den September, denn dann werde ich neu durchstarten. Es sind Fortbildungen geplant und der ein oder andere Kurs ist mir auch schon so gut wie sicher. Ich werde den August also trotz Verdienstausfall in vollen Zügen genießen – zumal ich etwa die Hälfte im Ausland verbringe. Ein sehr schöner Übergang, wie ich finde.

Was sagt ihr? Richtige Entscheidung oder viel zu voreilig aufgegeben? Würdet ihr den Schritt „wagen“ oder doch lieber auf eine feste Anstellung hoffen? Ich bin sehr auf eure Reaktionen gespannt!

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