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Ich gebe zu: Cliffhanger sind echt nicht so toll. (Ich bin sehr froh, dass ich Serien mittlerweile nur noch online / auf DVD gucke, da ich so selbst bestimmen kann, wann ich (weiter)gucke…) Und ich entschuldige mich, denn eigentlich hätte ich diesen Beitrag schon früher verfassen wollen, aber wie das manchmal so ist… es kommt irgendwas dazwischen…

Kurz und gut: Ich arbeite nicht mehr als Sprachtrainerin. Und schonmal vorab: Ich bereue diese Entscheidung zutiefst.

Über Nacht bin ich dann nämlich doch noch „richtige“ Lehrerin geworden. So mit jungen SchülerInnen, einem großen Kollegium und einem Schulgebäude. Dafür habe ich so ziemlich alles aufgegeben, was mir wichtig war: Mein Herzenshobby, fast täglich mit ansehen zu können, wie mein geliebter Neffe aufwächst, die Nähe meiner Familie, meines Freundes und meiner Freunde, meine vertraute Umgebung und die wunderbare Erfahrung, selbstständig zu sein (alles in nicht gewichteter Reihenfolge). Und jetzt habe ich jeden Tag mehr das Gefühl, dass ich in eine Falle getappt bin. Weit weg von zu Hause.
Natürlich ist es nett, ein geregeltes Einkommen zu haben und die Sicherheit, dass die Arbeit wahrscheinlich nicht verloren geht. Aber, und das merke ich mittlerweile, das macht mich nicht glücklich. Ganz und gar nicht. Ganz im Gegenteil. Mir schnürt sich mein Brustkorb von Tag zu Tag mehr zu und ich kämpfe schon morgens gegen die Tränen an. Bevor ich in die Klassen gehe, muss ich ordentlich schlucken und durchatmen, damit mir niemand etwas anmerkt. – Ein Windhauch und das ganze Gerüst fällt zusammen…

Würde ich die Zeit zurückdrehen können, ich würde es sofort tun. – Geht aber nicht. Und so winde ich mich verzweifelt im Netz und suche nach einem Ausweg.

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