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Eine Weile ist es schon her, dass ich – bedingt durch verschiedene Vertretungsverträge – in unterschiedliche Schulformen hineinschnuppern durfte. Unter anderem war ich auch an einer Grundschule tätig und ich muss sagen: Es war großartig!
Gerade gestern jedoch musste ich wieder an einen Schüler denken, von dem ich gerne wissen würde, wie es mit ihm weitergeht. Besagter Schüler heißt, sagen wir, Thomas*.

Thomas bleibt schonmal im Gedächtnis (und wird es noch lange bleiben), weil er so komplett aus der Rolle gefallen ist. Natürlich ist das auf zwei Weisen möglich. – Bei ihm war es – leider! – die vordergründig schlechte. Aber von vorne…

„Thomas“ – immer wieder höre ich diesen Namen durchs Lehrerzimmer wispern. Meistens sind die Sprecher verärgert, manchmal ratlos. „Thomas“, immer wieder „Thomas“. – Irgendwann höre ich genauer hin und kann kaum glauben, was da geredet wird. – Geschichten, die vielleicht zu einem völlig verzweifelteten / enttäuschten / entmutigten / allein gelassenen älteren Schüler passen (sagen wir, so 8. bis 10. Klasse, sodass die Pubertät ihr Übriges tut), aber nicht zu einem, der gerade mal die 1. Klasse besucht…

Eigentlich möchte niemand Thomas im Unterricht haben. Von einigen Stunden wird er sogar ausgeschlossen (z.B., wenn ReferendarInnen Besuch bekommen**), manchmal wird er mitten am Tag nach Hause geschickt. Und es wird daran gearbeitet (ja, in der Tat!), dass er diese Schulform nicht mehr besuchen kann. – Wohlgemerkt, für diejenigen, die bis hierher beim Lesen ein wenig abgedriftet sind: Wir sprechen von der Schulform GRUNDSCHULE!

Was kann da schief gelaufen sein und offensichtlich schief laufen?
Leider habe ich nicht viele Einblicke gewinnen können, da ich die besagte Klasse nicht unterrichtete. Allerdings hatte ich Vertretungsstunden dort. Und was da passiert ist, reicht locker für einen zweiten Beitrag (und vielleicht auch einen dritten). Also: demnächst mehr.

* Selbstverständlich heißt der Schüler NICHT Thomas.

** Hier zeigt sich mal wieder, wieviel Angst Ausbilder schüren können und wie wenig einige gewillt sind, mal die Realität in ihr Leben zu lassen.

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