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Sprachunterricht macht Spaß – extrem viel Spaß. Sprachunterricht ist interessant, lehrreich, lustig, traurig, erschreckend, nervenaufreibend, erstaunlich, überraschend, macht nachdenklich oder entsetzt. Aber im Großen und Ganzen macht er einfach nur Spaß.

Diese Woche gab es gleich zwei Begebenheiten, die es in meine Liste der Besten geschafft haben. Und zwar zwei wundervolle Teilnehmerbemerkungen. Die erste stammt aus meinem Gruppenkurs. Sehr wichtig ist es mir, dass meine TeilnehmerInnen viel reden und versuchen, sich mit den Mitteln, die sie haben, auszudrücken. In einem Gespräch über für verschiedene Sportarten benötigte Dinge führte das zu folgendem Austausch:
TN 1: „Für Fußball braucht man nicht unbedingt ein Tor.“
Frau Ella: „… Naja… Eigentlich schon.“
TN 2: „Nein, nicht unbedingt. Das ist dann Dritte-Welt-Fußball.“
Frau Ella: „???“
TN 2: „Naja, unser Tor war früher aus zwei Steinen.“

Und dann, während eines Bewerbungstrainings:
Ich versuche deutlich zu machen, dass man keine Standardfloskeln benutzen sollte, wenn man sich bei einem Unternehmen bewirbt. Schon gar nicht, wenn es darum geht, warum man unbedingt zu diesem einen Arbeitgeber möchte. – Das ist schon in der Muttersprache nicht so leicht zu formulieren. Ich versuche also mit meinem Teilnehmer, herauszufinden, was besonders an dem Unternehmen ist. Und während dieser Unterhaltung ergibt sich das:
Frau Ella: „Warum möchten Sie genau dort arbeiten?“
TN: „Da habe ich keine schwierige Mutter.“Frau Ella: „Meinen Sie, dort haben Sie keine Schwiegermutter?“
TN: „Ach… das ist das Gleiche.“

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