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Inspiriert von einem Austausch hier auf dem Blog habe ich mich entschieden, einmal das ein oder andere aufzuschreiben, was die Freiberuflichkeit angeht und anfangen würde ich gerne mit dem Gedanken, Freiberuflichkeit sei nur etwas für risikofreudige Menschen.
Klar, in die Freiberuflichkeit zu springen hat nicht nur Vorteile. Der gravierenste Nachteil: keine regelmäßigen Gehaltszahlungen. Das kann ganz schön Angst machen. Und ich bin ängstlich, was so etwas angeht. Sogar sehr. – Bis vor kurzem hätte ich mir nie träumen lassen, dass ich mal ohne festes Angestelltenverhältnis bin. Ich könnte jetzt davon schreiben, dass ich „einfach“ mein Denken geändert habe, immer an das Gute glaube und meine Zuversicht schier unermesslich ist. – Das ließe sogar Platz, für zahlreiche Motivationsartikel. ABER: So war es schlicht und ergreifend nicht.
Zum ersten Mal bin ich während meines Studiums in Kontakt mit der Freiberuflichkeit gekommen. Damals über eine Komilitonin, dir mir einen Auftraggeber weitergegeben hat. Das war alles nur in sehr kleinem Umfang.
Zuerst muss man sich – egal, wie raumgreifend die Freiberuflichkeit ist / sein soll – beim Finanzamt melden und dieses erteilt dann eine Steuernummer (nachdem man ein paar Fragebögen ausgefüllt hat…). Natürlich kannte sich in meinem Umfeld niemand mit so etwas aus und so rief ich kurzerhand einfach bei meinem zuständigen Amt an – und wurde sehr nett beraten. – Keine Sorge also, dort sitzen auch nur Menschen 😉 (Überhaupt waren alle meine Telefonate mit dem Finanzamt überaus freundlich!!)
Also: Schritt 1: Finanzamt informieren / Steuernummer beantragen
(Sofern es sich bei der Tätigkeit um ein selbstständiges Gewerbe handelt (und bei uns werden leider auch Fitnesstrainer in diese Sparte gedrückt!!)  ist eine Anmeldung beim zuständigen Gewerbeamt nötig – je nach Amt kostet das dann einen bestimmten Betrag. (Ein Gewerbe habt ihr, sobald ihr etwas mit Gewinnerzielungsabsicht macht, es sei denn, es handelt sich um einen freien Beruf. Hier kommt dann zusätzlich noch eine Zwangsmitgliedschaft in der IHK / Handwerkskammer hinzu.))
Neben dieser Freiberuflichkeit habe ich immer noch einen „normalen“ Minijob gehabt und irgendwann kam auch ein Stipendium hinzu.
Natürlich haben noch andere Institutionen Interesse daran, zu erfahren, was ihr so treibt. Zum Beispiel die Rentenversicherung. Nehmt ihr eine freiberufliche / selbstständige Tätigkeit auf, seid ihr verpflichtet, das der Rentenversicherung mitzuteilen, denn diese Versicherung ist eine Pflichtversicherung (wie die Krankenversicherung) und wird nur unter bestimmten Voraussetzungen erlassen. Tut ihr das nicht, drohen Strafzahlungen. Um sich zu melden, füllt man einfach das nötige Formular aus und wartet auf Antwort. – (Die Telefonate mit der Rentenversicherung sind erstaunlicherweise weniger freundlich als mit dem Finanzamt, aber dennoch, nach meiner Erfahrung, nicht unfreundlich.) Bei der Rentenversicherung müsst ihr euch auch melden, wenn ihr unter die Minijobgrenze (ihr verdient also nicht mehr als 450€ monatlich) fallt!!!
Schritt 2: Rentenversicherung informieren.
Nach meinem Studium habe ich sozialversicherungspflichtig an der Uni gearbeitet. Damit hatte ich genug zu tun und habe mich gar nicht nach weiteren Jobs umgesehen. Nach dem Referendariat hat sich das dann geändert.
Da nun gerade Besuch gekommen ist, war es das erstmal für heute. – Mittwoch mehr. 🙂

(Achtung: Ich bin keine juristisch ausgebildete Person. Ich schreibe hier lediglich von meinen Erfahrungen. Solltet ihr Ergänzungen haben: immer her damit!)

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