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Zugegeben, die Überschrift ist angelehnt an einen anderen Spruch, ziemlich platt und zudem noch irreführend. – Natürlich schlag ich niemanden! Da ich aber ständig Überschriften lese, die nicht halten, was sie versprechen, dachte ich mir, ich versuche es auch mal. 😉 (Soviel zum „Clown gefrühstückt“)

Wie schon berichtet habe ich seit einigen Wochen einen neuen Kurs, mit dem ich nicht wirklich zufrieden bin, da ich ihn von Kolleginnen übernommen habe, die eine andere Sicht auf das Lernen haben als ich und ich viel zu unflexibel bin, als dass ich mich dieser Sicht annehmen möchte, weil ich sehe, dass die gewünschten Ergebnisse ausbleiben.
Im Zusammenhang mit diesem Kurs durfte ich eine weitere Lektion lernen, die ich nur allzu gerne weitergebe.

(Phrasendrescher an) Als FreiberuflicheR hat man – genau wie überall anders auch – sowohl Nach- als auch Vorteile. (Phrasendrescher aus)
Zu den Vorteilen zählt die Selbstorganisation der Arbeitszeiten. Mit der Zeit habe auch ich ein Händchen dafür bekommen und die Zeit der 52-Stunden-Wochen gehören der Vergangenheit an. Lernprozesse eben. Was weiterhin wirklich sehr angenehm ist: Man wird gefragt, ob man einen Auftrag übernehmen könnte und welche Zeiten man dafür anbieten könnte. Seit meiner Jugend (ich habe mit ~14 begonnen zu jobben) wurde mir arbeitstechnisch immer nur vorgeschrieben, was ich wann zu machen habe. Rücksichtnahme gab es da nicht. Gefördert vom „Sorgeberechtigtenhaus“ wurde mir eingetrichtert, dass Arbeit die höchste Priorität hat und alles andere nachrangig betrachtet werden muss und zudem noch, dass meine Gehaltsforderungen absurd seien und ich kein Recht hätte, auf eine anständige Bezahlung zu pochen, immer frei nach dem Motto: Nimm, was du kriegst und sei still.
Mittlerweile habe ich es aber einigermaßen gut verinnerlicht, dass ICH entscheide, wie ich arbeite – zumal, wenn man die Tatsache bedenkt, dass meine Auftraggeber ja auch keine Sozialversicherung etc. für mich zahlen und ich für alles selbst aufkomme. Umso erstaunter war ich über folgende Situation:
Die Absprache zu meinem Kurs stand quasi seit zwei Monaten fest: zehn Stunden pro Woche, zwei feste Tage. Damit habe ich geplant. Bis ich dann die Mail bekam, dass ich ab sofort andere Tage arbeite und außerdem ab in zwei Wochen den Kurs komplett übernehme. Punkt. Das hat mit Freiberuflichkeit dann nichts mehr zu tun…
Da ich doch nicht ganz aus meiner Haut kann, führe ich den Kurs zu Ende. Eine erneute Übernahme in diesem Bereich und bei dieser Institution habe ich jedoch postwendend ausgeschlossen. Es gibt genug andere Arbeitsmöglichkeiten für freiberufliche TrainerInnen.

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